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Tapete berechnen: Rollen, Rapport und Verschnitt

Tapezieren sieht einfach aus, doch die Mengenberechnung hat Tücken. Besonders bei Mustern verschwendet man leicht Material, weil die Bahnen aufeinander abgestimmt werden müssen. Hier lernst du den Rechenweg Schritt für Schritt kennen.

Die wichtigsten Begriffe

Eine Bahn ist ein senkrechter Streifen von der Decke bis zum Boden. Der Rapport ist der Abstand, nach dem sich das Muster wiederholt. Der Versatz beschreibt, ob die nächste Bahn auf gleicher Höhe oder verschoben ansetzt. Alle drei Werte stehen meist auf der Banderole oder im Datenblatt der Rolle.

Schritt 1: Raumumfang und Bahnenzahl

Miss den Umfang der Wände, die tapeziert werden sollen. Teile diese Länge durch die Breite einer Rolle. Das Ergebnis rundest du auf, denn eine angefangene Bahn ist trotzdem eine Bahn. Zieh Türen und Fenster nur ab, wenn sie so breit sind, dass dort ganze Bahnen entfallen.

Schritt 2: Länge einer Bahn

Miss die Wandhöhe und füge etwas Zugabe oben und unten hinzu, damit du in Ruhe zuschneiden kannst. Bei Mustertapeten kommt der Rapport dazu. Du musst die Bahnlänge auf ein Vielfaches des Rapports aufrunden, damit das Muster später passt. Bei einer Tapete mit großem Rapport kann daher viel Rest anfallen.

Schritt 3: Rollenzahl

Wie viele Bahnen bekommst du aus einer Rolle? Teile die Rollenlänge durch die Länge einer zugeschnittenen Bahn und runde ab. Die benötigte Rollenzahl ist die Zahl der Bahnen geteilt durch die Bahnen pro Rolle, aufgerundet. Genau diese Rundungen führen dazu, dass zwei Räume mit gleicher Fläche unterschiedlich viel Tapete brauchen.

Beispiel in Worten

Angenommen, eine Rolle liefert dir zwei Bahnen und du brauchst elf Bahnen. Dann sind sechs Rollen nötig. Mit einer anderen Tapete, die nur eine Bahn pro Rolle ergibt, wären es elf. Die Zahlen sind ausgedacht und sollen nur zeigen, wie stark Rapport und Rollenlänge ins Gewicht fallen.

Praxistipps

Wenn das Muster zählt

Bei großen Mustern und Versatz lohnt es sich, den Raum vorher auf Papier zu planen und zu entscheiden, wo das Muster mittig sitzen soll. Das bringt ein ruhigeres Gesamtbild und kann Material sparen. Bei schiefen Wänden und Ecken schadet ein Lot oder eine Wasserwaage nie.

Tapete und Untergrund

Bevor die erste Bahn an die Wand kommt, lohnt sich ein Blick auf den Untergrund. Alte Tapetenreste, lose Farbe und Löcher sollten entfernt oder ausgebessert werden, sonst zeichnen sie sich ab. Dünne oder helle Tapeten lassen dunkle Stellen durchscheinen, hier hilft ein heller Voranstrich. Prüfe auf der Rolle, ob die Tapete zum Kleistern der Wand oder zum Einkleistern der Bahn gedacht ist, denn das beeinflusst die Arbeit.

Passend dazu

Wenn du Rapport und Versatz nicht von Hand rechnen möchtest: Der Renovier-Rechner rechnet Tapete mit Rapport und Versatz und stellt sie mit Farbe, Boden und Fliesen zu einer Einkaufsliste zusammen. Alles auf einen Blick gibt es im Komplettpaket.

Allgemeine Informationen.

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